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Novemberzeit
Hannes Vyoral

raubwürger
im geäst
sitzt der vogel
aug in aug
mit der beere
jetzt
werden die schatten genau
& nichts
wächst mehr ungefähr
Hannes Vyoral, geb. 1953 in
Neu Guntramsdorf, NÖ; lebt in Wien und in Wallern im Burgenland.
Freiberuflicher Autor. Neben über 30 kulturpublizistischen
Veröffentlichungen erschienen bisher sieben Gedichtbände, zuletzt:
sommer auf dem ausgeruhten land. gedichte aus dem seewinkel (Verlag Grasl,
Baden bei Wien 2003). |
im november
im november verholzen die
adern, langsamer
schlagen die flügel. der undichte hahn tropft
im
hof vor dem fenster. und eines morgens,
da die apfelvorhänge
geschlossen bleiben,
schwingt das bettholz
im loslassen
*
novemberhaus
honig verzuckert in
waben
am kalkweißen weiher
der garten ist
nun neu gepflastert
bruchholz liegt herum
was
klar zu tage tritt
ist schwarz
umrandet
blattgold
und
vergänglichkeit
das fenster in der tür
ein rauher
spiegel
wer eintritt sieht
sich
aus dem hause gehn
*
der tisch
der tisch,
dessen
furchen
werden immer tiefer
wir schnitten brot darauf
das offene
gesicht
jahre um jahre
vergingen
das wasser hingegen
es
glättete sich
es verschloß sich
der luft & dem
himmel