Silberbauer # 46 Niederle # 47 Seidlhofer # 48
             


podium porträt # 46: Norbert Silberbauer

Biographie Norbert Silberbauer

Norbert Silberbauer wurde am 9. Mai 1959 in Eggenburg geboren. Volksschule in Eggenburg, Unterstufe am Gymnasium Horn, Oberstufe am Musisch-Pädagogischen Gymnasium in Krems. Spielte in der Junioren Staatsliga A Handball beim SC Eggenburg ITT Austria. Matura 1979. Studienabschluss an der Universität Wien in Deutsch und Geschichte 1984. Anschließend Mitarbeiter am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes in Wien. Begann 1985 an der Handelsakademie in Retz zu unterrichten. Lehrerfortbildung "Ideologie und Praxis des Nationalsozialismus" 1987 am Pädagogischen Institut des Bundes. Unterrichtete nach der Wende 1990/91 ein Jahr am Gymnasium in Znojmo/ Znaim, Tschechische Republik. Zivildienst in der Gärtnerei des Landespflegeheims für alte Menschen in Retz 1991/92. Mitglied der Grazer Autorenversammlung und bei Podium. Vorstandsmitglied des Unabhängigen Literaturhauses in Krems. Wohnte von 1992 bis 1996 in Etzmannsdorf, danach in Oberretzbach bis zu seinem Freitod am 6. Juni 2008.

Buchpublikationen:
Franz. Roman. Deuticke, Wien 1994.
schön und irr. Liebesgedichte. Deuticke, Wien 1997, 3. Auflage 1999.
Ende und Anfang. Ein Stück. Literaturedition NÖ, St. Pölten Juni 2000.
Manche Tage dauern Jahre. Gedichte. Bibliophile Ausgabe mit Zeichnungen von Johann Jascha. Edition Thurnhof, Horn 2000.
Herr, es ist Zeit. Erzählung. Bibliophile Ausgabe mit Originalgrafiken von Georg Koenigstein. Edition Koenigstein, Klosterneuburg 2001.
Tarot-Suite. Episodenroman. Ein Gemeinschaftsprojekt von Harald Friedl, Margit Hahn, Heinz Janisch, Barbara Neuwirth und Norbert Silberbauer. Deuticke, Wien 2001.
Die elf Gebote. Erzählungen. Deuticke, Wien 2002 und als Taschenbuchausgabe bei Droemer/Knaur, München 2004.
Was steuert die Ameisen? Eine Weihnachtsgeschichte. Wieser Verlag, Klagenfurt/Celovec 2006.
Silver Boys. Eine Geschichte in Dialogen. Mit Illustrationen von Georg Koenigstein. Literaturedition NÖ., St. Pölten 2007.
Sieben Sündenfälle. Erzählungen, Picus Verlag, Wien 2008.
Außerdem erschienen Text in zahlreichen Anthologien, u.a. bei rororo, Podium, im Löcker Verlag und v.a. in der Edition Aramo. Ferner die Audio-CD: Manche Tage dauern Jahre. Herbert Föttinger liest Texte von Norbert Silberbauer, Musik von Krzysztof Dobrek (ORF/Ö1 Edition Radio-Literatur 2003).

Filmauftritte:
In: Land ohne Eigenschaften. Dokumentarfilm über das Wesen Österreichs aus der Sicht von österreichischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Ein Film von Harald Friedl, A 2000.
In: Die schlafende Schöne. Tatort-Folge 2005, Regie Dieter Berner.

 

 

 

 

 

Norbert Silberbauer

Klicken Sie auf die Abbildungen für Vergrößerungen

Norbert Silberbauer

 

Theaterstücke:
Der Himmel oben (geschrieben 1990, UA Potsdam Hans-Otto-Theater 1992, Regie: Günter Rüger)
O sole mio (geschrieben 1994, UA frei)
Asyl (geschrieben 1988, UA Donaufestival Krems 1995, Regie: Stefan Bruckmeier)
Melancholie im September (geschrieben 1998/99, UA frei)
Ende und Anfang (geschrieben 1999-2000 als Stückauftrag des Landes Niederösterreich, UA WUK Wien 2002, Regie: Monika Steiner)
Firlinger. Ein Monolog (geschrieben 2002, UA Theater in der Josefstadt 2009, Regie: Elke Schwab)
Silber Boys (Komödie, geschrieben 2003, UA Studiobühne der Theatergruppe Stadt Eggenburg 2009, Regie: Brigitte Zach)
Ganz in Weiß (Dramatisierung der Erzählung "Wollust" aus dem Erzählband "Sieben Sündenfälle", UA frei)
Von Norbert Silberbauer selbst so kategorisierte "weggelegte Stücke": Eine tägliche Begegnung (Szenische Lesung Ensemble-Theater 1988); Der Besucher (UA frei); Viren (UA frei); Die verlorene Weltreise (Dramatisierung eines Kapitels aus dem Roman "Franz". UA Studiobühne Villach 1989, Regie: Conny Hannes Meyer); Rechts um (Ein Jugendstück, 1992, UA frei); Schicksalsshow (1994 oder 1996, UA frei); Stadtcafe (UA frei).

Preise und Stipendien:
Arbeitsstipendium der Stadt Wien 1989 und 1993, Nachwuchsstipendium des BMfUK 1989, Anerkennungspreis des Landes NÖ 1991 und 2001, Max von der Grün Förderungspreis für Literatur zur Arbeitswelt 1993 (3. Platz), Buchprämie des BMfUK bzw. BKA für den Roman "Franz" 1994, für "Manche Tage dauern Jahre" 2000 und für "Silver Boys" 2007, Literaturpreis des Kulturforums Niederösterreich 2000 (2. Platz), Förderungspreis der Stadt Wien 1995; Staatsstipendium des BKA 1997 und 2000. Dramatikerstipendium des BMfUK 1990, 1995, 1999. Förderungspreis des Landes NÖ 2001. Förderungspreis der Republik Österreich 2004.
Unvollendet blieb das Stück: Die Tochter des Papstes (Eine Farce. Konzept für ein Theaterstück. Auch als Filmprojekt angedacht.)