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Freiheit 1968
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Widerstand der Vögel.
Unter Führung des Adlers
im Steinhang
Partisanengruppen von Geröll.
Seit gestern kreist die Sonne
über Schattenfelder
und sammelt
die späten Züge
der Schwalben.
Bestrafte Ohren
als erste Warnung.
Geknechtete hoffen heimatlos.
Generalstreik des Schweigens.
Stimmlos
flüchtet die Lerche,
der Wald
duckt sich,
das Gebirge zieht aus.
Wir folgen der Flucht
- sie entgeht uns -
und lächeln, lachen
in der untersten Ecke des Mundes.
Schon zweitlang ertaubte Ohren
landen seit ewigen Nächten nicht mehr.
Geknechtete nehmen wieder die Ketten,
der Aufstand der Vögel
betrifft nur
erstorbene Monde.
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Nackt
wie der unbekleidete Morgen
wie Haus, Straße und Rose
am Anfang der Zeit.
Kein Bild mehr von dir.
Nur Haus
Straße
Rose
und Angst.
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Signatur von Marianne Gruber
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Für Ilse Tielsch
Nicht beweisbar
sind unsere Warnungen
vor der Springflut der Worte,
der Tollheit der Macht.
Daß wir bezahlten,
zählt längst nicht.
Unsere Spuren im Sommerstaub
scheinen wirklicher als wir.
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Kein Wort das hinreicht.
Ausgedörrtes Land,
verwischte Spuren und Geruch nach Tod.
Nicht Ares, der Gewaltige,
- immerhin noch ein Gesicht -
und keine Schönheit, die zerstört,
ein Rechenplan bloß
und genügend Wahnwitz,
gläubig angenommen: Krieg.
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Sie sagen mir
du kommst nicht wieder.
Kein Stern hat dich geholt,
kein Falke,
nichts, das unvermeidbar ist.
Nur einer, der vorm Tor stand,
eine Fackel in der einen Hand
und in der andren ein Gewehr.
Vom Haus steh'n noch die Mauern,
ein Sessel vor der Tür, der wartet.
Deine Schuhe fanden wir im Wald.
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Autograph von Marianne Gruber
So wenig wie die Bomben
Gnade kannten
und die Schlächter Mitgefühl
werden jene Gnade kennen,
die in Höhlen überlebten,
unter Steinen, Schutt,
im Frost.
Der Krieg gewinnt.
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