Literaturkreis Podium

PODIUM - in aller Bescheidenheit

eine Erfolgsgeschichte


Bei einem Treffen der Schriftsteller Wilhelm Szabo, Alfred Gesswein, Alois Vogel und Ilse Tielsch am 4.11.1970 im Wiener Café Landtmann wurde beschlossen, "gemeinsam eine Gruppe niederösterreichischer Autoren zu sammeln, die nicht, wie viele der damals im Heimatwerk 1 Vereinten, von der Vergangenheit, also dem NS-Regime, irgendwie belastet waren" (Alois Vogel 2). Die vereinsrechtliche Gründung erfolgte schon am 20.12.1970 auf Schloss Neulengbach in Niederösterreich 3, was der Vereinigung ihren eingetragenen Namen gab: PODIUM - Literaturkreis Schloss Neulengbach.


"Podium wurde als niederösterreichische Literaturvereinigung gegründet, wobei alle seine Gründungsmitglieder einen starken Niederösterreichbezug hatten." (A.Vogel) Aber: "Das spezifisch Niederösterreichische ist nicht allein das Ergebnis herkunftsmäßiger Konstellationen. Es ist zugleich eine Art innere Haltung, gekennzeichnet durch Aufgeschlossenheit und Urbanität. Wesenszüge, die der Niederösterreicher erwarb durch jahrhundertelanges Zusammenleben mit eine Weltstadt. Und es entspricht nur dieser oft festgestellten weltläufigen und toleranten Art Niederösterreichs, dass sich PODIUM bei aller Verankerung in dem Raume, in dem es postiert ist, nicht in Regionalismus und föderalistischer Abgeschlossenheit gefallen wird. Vielmehr versteht PODIUM sich als literarischer Katalysator und Kristallisationskern, gewillt, enge Kontakte nicht nur mit dem gesamtösterreichischen Literaturschaffen herzustellen, sondern darüber hinaus mit dem des übrigen deutschen Sprachraums und des fremdsprachigen Auslands." (Wilhelm Szabo 4)

Der Initiator Wilhelm Szabo (1901-86) wurde erster Obmann des PODIUM, ihm folgte Alois Vogel (1922 - 2005), der gemeinsam mit Alfred Gesswein (1911-83) als Generalsekretär nicht nur die Vereinigung, sondern auch die gleichnamige Literaturzeitschrift etablierte. "Schmerzhafte Einschnitte brachten die Todesfälle von Alfred Gesswein und Wilhelm Szabo, damit fielen zwei sehr aktive Kräfte im Vorstand aus. Auch meine Übersiedlung von Wien nach Pulkau wirkte sich aus und machte schließlich eine Ablösung des alten Vorstands notwendig. (…) Mit Erreichen meines 70. Lebensjahres legte ich meine Funktionen nieder. Eine neue Generation übernahm 1992 die Leitung des Literaturkreises." (A. Vogel)

 

Von da ab bis 1994 leitete Marianne Gruber, von 1995 bis 2005 Manfred Chobot den Verein; seither ist (der wie Chobot 1947 geborene) Nils Jensen Vorsitzender des PODIUM.
PODIUM wird also mittlerweile, nach gut 35-jährigem Bestehen, von der zweiten, der "Nachkriegsgeneration" getragen und bestimmt, und gegenwärtig setzt der Verein mit seiner Aufnahmepolitik oder z.B. mit der neuen Veranstaltungsreihe "PODIUM stellt vor" auf die nächste, die "Dritte Generation". Demzufolge spannt sich der Bogen der Geburtsjahrgänge unter den mittlerweile 140 Mitgliedern von 1911 (Gottfried W. Stix) bis 1987 (Cornelia Travnicek).

Eine weitere wesentliche Eigenart des PODIUM stellte sich bald nach der Gründung heraus: "Es war jene Zeit, in der die Spaltung des P.E.N.-Clubs stattfand, besser gesagt, in der einigen potenten Schriftstellern die Aufnahme in diesen - aus sicher nicht akzeptablen Gründen - verweigert wurde, und die daraufhin die GAV (Grazer Autorenversammlung) gründeten. (…) Wir sahen im PODIUM die Möglichkeit einer Vereinigung sowohl von Kollegen des P.E.N. als auch der GAV …" (A. Vogel) "Aus einer regionalen Initiative wurde PODIUM in den 70er-Jahren eine Plattform, auf der sich die in jenen Jahren gespaltenen Lager des Österreichischen P.E.N. und der Grazer Autorenversammlung trafen." (Kristina Pfoser 5)
Diese Heterogenität spiegelte sich - um nur ein Beispiel aus vielen herauszugreifen - im PODIUM-Literatursymposium 1979 wider: Zum Thema "Literatur als Protest" diskutierten Friedrich Heer, Hilde Spiel, Hans Weigel, Michael Scharang und Marie-Thérèse Kerschbaumer.

Über die Aktivitäten des PODIUM und die seit April 1971 edierte gleichnamige Literaturzeitschrift - mit dem unverwechselbaren Logo des gelernten Grafikers Alfred Gesswein - schrieb Alois Vogel: "Eine sehr intensive Vorstellung der PODIUM-Autoren mit Lesungen, Buchpräsentationen und mit der Herausgabe der Zeitschrift setzte von Seiten des jungen Literaturkreises sofort ein. (…) Bereits in den ersten zehn Jahren lasen 585 Mal PODIUM-Autoren in Wien, NÖ, OÖ, in der Steiermark und in Kärnten. Dazu kamen in diesem Zeitraum noch 335 Lesungen in Schulen! Für die frühen 70er-Jahre eine absolute Neuheit, ebenso wie die vom PODIUM durchgeführten Lesungen in Fußgängerpassagen, vor Buchhandlungen, in Gefängnissen und in Galerien." (A. Vogel) "Erklärtes Ziel war es, die Literatur auf die Straße zu bringen. Lyrik-Flugblätter wurden verteilt und PODIUM-Autoren lasen ihre Arbeiten auf Straßen, Plätzen, in Schulen, Kaffeehäusern und Strafanstalten." (K. Pfoser) "Die Dichte der Veranstaltungen war allerdings nur möglich, weil die Autoren auf Honorare verzichteten, nicht nur die weniger bekannten, sondern auch renommierte wie Albert Drach, Christine Busta, Gerhard Fritsch, Peter Henisch oder Doris Mühringer." (A. Vogel)

Neben den hervorzuhebenden Lesereihen in der "Kleinen Galerie" in Wien (später "Galerie Wiplinger") und den "Lese-Festen" bei den Bildhauersymposien in Lindabrunn - dokumentiert in: Gespräche im Steinbruch, hg. v. Mathias Hietz und Alois Vogel, Verlag Grasl, Baden 1976 - sind vor allem noch die jährlichen Literatursymposien des PODIUM anzuführen, häufig international und mit klingenden Namen besetzt.


Die PODIUM-Publikationen

Die Literaturzeitschrift PODIUM - bisher 145 Nummern! - erschien zum ersten Mal im April 1971, bis Nr. 112 viermal jährlich im Quartformat, ab 2000 in zwei Doppelheften pro Jahr mit ca. 150 bis 250 Seiten im Buchformat. Den frühen Ausgaben lagen jeweils Druckgrafiken österreichischer Künstler bei, und auch heute sind die Hefte vielfach von in- und ausländischen bildenden Künstlern - teils in eigenen Farbteilen - illustriert.

Seit Heft 80 sind die Ausgaben jeweils einem Thema oder der zeitgenössischen Literatur eines Landes gewidmet. Eine Auswahl aus der inzwischen umfangreichen Themenliste: Art brut; Literatur und Radiokunst; Ohne Sinn!; Kinderliteratur; Experiment; Theaterliteratur; Freiheit; Tür an Tür; Wohnen, Hausen, Residieren; Schönheit muss leiden; Verbrechen; Land der Hämmer; Wetterbericht; Zeit; Obsessionen; Heureka!; Absicht; Vorbilder; Straßen; Farben …

Rund 1.400 Autorinnen und Autoren veröffentlichten in diesen dreieinhalb Jahrzehnten im PODIUM, dessen Schwerpunkt einerseits auf nieder- respektive ostösterreichischer Literatur der Gegenwart liegt, andererseits - bei den Länderheften - auf den östlichen Nachbarn im weiteren Sinn (Russland, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn …), es gab aber auch Hefte zu Italien, Südtirol und Türkei.

Eine weitere Eigenart des PODIUM - nicht nur der Zeitschrift, auch der Schriftstellervereinigung - findet sich im Zitat aus der "Presse" vom 22.6.1991: "Die Literaturzeitschrift gibt Raum für Lyrik und Prosa von hierzulande lebenden Schriftstellern anderer Volkszugehörigkeit." Vladimir Vertlib ist einer von ihnen, oder Tarek Eltayeb, Zdenka Becker, Serafettin Yildiz, Ercüment Aytac, Alpar Bujdosó, Lev Detela, Petar Tyran, Zivorad Mitrasinovic, Ana Bilic, György Buda, Michael Stavaric.

Und noch ein paar weitere veröffentlichte Autorinnen und Autoren sollen das breite Spektrum der PODIUM-Literatur wenigstens anrissweise illustrieren:
Christoph W. Aigner, Ilse Aichinger, Tschingis Aitmatow, René Altmann, Wystan Hugh Auden, Ingeborg Bachmann, Karlheinz Barwasser, Gerald Bisinger, Alois Brandstetter, Patricia Brooks, Walter Buchebner, Franco Buffoni, Christine Busta, Paul Celan, Ingo Cesaro, Richard Christ, Inger Christensen, Franz Josef Czernin, Hilde Domin, Michael Donhauser, Milo Dor, Albert Drach, Ingeborg Drewitz, Jeannie Ebner, Erwin Einzinger, Gustav Ernst, Ota Filip, Alfred Focke, Dante Andrea Franzetti, Gerhard Fritsch, Pierre Garnier, Elfriede Gerstl, Allen Ginsberg, Jiri Grusa, Michael Guttenbrunner, Mila Haugová, Hans-Jürgen Heise, Bodo Hell, Paulus Hochgatterer, Friedl Hofbauer, Ernst Jandl, Ján Johanides,Hedwig Katscher, Marie-Thérèse Kerschbaumer, Imre Kertész, Radek Knapp, Hertha Kärftner, Karl Krolow, Fitzgerald Kusz, Otto Laaber, Hans Lebert, Gregor M. Lepka, Primo Levi, Christian Loidl, Sándor Márai, Friederike Mayröcker, Erika Molny, Andreas Okopenko, Oskar Pastior, Johannes W. Paul, Sandro Penna, Heinz Piontek, Thomas Pluch, Hans Raimund, Peter Rosei, Gerhard Rühm, Umberto Saba, Tomaz Salamun, Ferdinand Schmatz, Julian Schutting, Brigitte Schwaiger, Rolf Schwendter, György Sebestyén, Jaroslav Seifert, Johannes Mario Simmel, Gary Snyder, Hugo Sonnenschein, Hilde Spiel, Andrzej Stasiuk, Wislawa Szymborska, Stephan Vajda, Josef Winkler, Herbert Zand, Andrea Zanzotto, Helmut Zenker, Joseph Zoderer.

Neben literarischen Beiträgen zum jeweiligen Thema oder Länderschwerpunkt gibt es zudem neueste, noch unveröffentlichte Texte ("Werkstatt"), prämierte Arbeiten des Alfred-Gesswein-Literaturpreises sowie Buchbesprechungen und Neuerscheinungslisten der Mitglieder.
Die gegenwärtige Redaktion besteht aus: Nils Jensen, Barbara Neuwirth, Harald Friedl und Hannes Vyoral, wobei die Redaktion der Länderhefte meistens extern vergeben wird, zuletzt etwa an Doreen Daume (Polen), Christa Rothmeier (Tschechien), Zdenka Becker (Slowakei) oder György Buda (Ungarn).

Als zweite verbandseigene Publikation wurde ebenfalls bereits im ersten Jahr das PODIUM-Lyrikflugblatt erfunden, das seither jährlich zum "Tag der Lyrik" Anfang März erscheint und kostenlos abgegeben wird. "Ab 1971 wurden tausende mehrseitige Lyrikflugblätter oft bei grimmiger Kälte auf den Straßen von Wien und anderen, vor allem niederösterreichischen Städten verteilt, später an Schulen verschickt." (A. Vogel)

Hierbei ist anzumerken - und gleichzeitig kräftig zu unterstreichen -, dass die Lyrik beim PODIUM einen besonders hohen Stellenwert hat, mehr als bei jeder anderen Schriftstellervereinigung in Österreich. Die Ursache dafür liegt wahrscheinlich bei Wilhelm Szabo und den anderen Gründungsmitgliedern, in deren eigenem Werk die Lyrik einen wesentlichen, wenn nicht den Hauptteil ausmacht.

Und so lag es in der Folge geradezu auf der Hand, eine Lyrikbuchreihe ins Leben zu rufen: "Seit dem Jahr 1976 erschien die Reihe Lyrik aus Österreich im Badener Grasl Verlag, zuerst von Alfred Gesswein und mir und später von mir allein herausgegeben, ab dem 51. Band von Franz Richter und Manfred Chobot, und ab dem 60. schließlich allein von Chobot ediert." (A. Vogel) Bedauerlicherweise wurde die Reihe mit Band 100 - einer "Auslese", so der Titel, mit ausgewählten Gedichten der vorherigen 99 Einzelpublikationen - vom Verlag im Jahr 2004 eingestellt.

Doch da gab es schon eine andere, ursprünglich zusätzliche Lyrikbuchreihe im Eigenverlag des Literaturkreises: PODIUM PORTRÄT, herausgegeben von Hannes Vyoral. Als Doris Mühringer, Mitglied von Anfang an und über sehr lange Zeit das PODIUM organisatorisch und redaktionell mitbestimmend, im September 2000 ihren 80. Geburtstag feierte, wollte man etwas Bleibenderes machen als bloß eine Veranstaltung (die es auch gab), und so erschien im selben Jahr der erste Band mit ausgewählten Gedichten der Jubilarin und einem Vorwort von Christian Loidl, der schon früher über Doris Mühringer dissertiert hatte. Es wurde rasch Tradition, Mitglieder anlässlich runder Geburtstage in Form dieser "literarischen Visitenkarten" vorzustellen und gleichzeitig zu würdigen. Und natürlich war und ist es auch eine Möglichkeit, verstorbener Kolleginnen und Kollegen zu gedenken - und oft auch ihre Werke lebendig zu halten: Zum Zeitpunkt von Wilhelm Szabos 100. Geburtstag beispielweise war der Porträtband Nr. 4 die einzige erhältliche Publikation des Dichters!

Jeweils zehn Bände der mittlerweile über 30 umfassenden Reihe gibt es im ansprechenden Schuber: "640 (!) Seiten zeitgenössische Lyrik aus Österreich, im handlichen Format (A 6) und im Schuber: Die kleine, feine Reihe ,podium porträt' hat sich zum Geheimtipp gemausert. (…) Was den Reiz aller Bändchen ausmacht, sind nicht nur die ausgewählten Texte, sondern auch die umfassenden Bio-Bibliografien inklusive Foto und Typoskript des Urhebers." (Buchkultur 6)

Im Zusammenhang mit Jubiläen erschienen vereinzelt weitere Publikationen, so 1990 die Mitglieder-Anthologie Köpfe, Herzen und andere Landschaften, (hg. von Renate Lerperger und Manfred A. Schmid) im Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei, 1995 die Lyrik-CD lassen wir ruhig die himmel beiseite … (Extraplatte) oder - zum 30-jährigen Bestehen 2001 - die von Hannes Vyoral herausgegebene Lyrik-Anthologie dicht auf den versen im PODIUM-Eigenverlag - "eine Einstiegsdroge zum Gedichtelesen!", wie Gerhard Ruiss im "Format" 7 schrieb.

Für solche anlassgebundenen fallweisen Veröffentlichungen gibt es seit Ende 2001 die PODIUM-Sonderreihe, in der als Band 1 die Krimi-Anthologie ersatzlos gestrichen (Hg. Nils Jensen, Edith Kneifl, Alfred Komarek) mit den besten Einsendungen zum Alfred-Gesswein-Literaturpreis 2001 erschien. Als Band 2 folgte 2006 eine Dokumentation des PODIUM-Symposiums Alois Vogel - Schriftsteller, herausgegeben von Helmut Peschina.

Auch eine Publikation des Literaturkreises ist dessen PODIUM-Website - vom Autor Gerald Jatzek initiiert und gestaltet , war sie wohl eine der ersten im österreichischen Literaturbetrieb. Dementsprechend schrieb die Zeitschrift "Thyla" in einer Rezension 8: "Das PODIUM kommt ohne Frames aus, bleibt in der Übersichtlichkeit und Navigation dennoch präzise. Die Seiten sind hell und freundlich gehalten, laden unaufdringlich zum Lesen und Verweilen ein. Sie sind selbst mit einem 56-k-Modem blitzschnell geladen - all das zusammen ist für eine Literaturzeitschrift beispielhaft. Das PODIUM bietet eine Fülle an Themen rund um die Literatur, so dass man ohne weiteres Stunden dort verbringen kann, ohne dass auch nur eine Minute Langeweile aufkäme - im Gegenteil, die Vielfalt und Verknüpfungen der Themen und Projekte, die Kooperationen mit Autorenvereinigungen sowie das Engagement in kulturpolitischen Diskussionen ist äußerst spannend. (…) deshalb möchten wir den Tipp geben, diese Seite in den Favoriten zu übernehmen als ein Literatur-Portal aus Österreich für ganz Europa."

War der Web-Auftritt des PODIUM zuerst bei der "Wiener Zeitung" untergebracht, besteht seit 2005 die eigene Domain www.podiumliteratur.at. Die Internetseite des PODIUM wird seither vom Autor Haimo L. Handl betreut. Viel Lesestoff hat sich dort angesammelt, unzählige Textbeispiele aus allen Publikationen (aus der Zeitschrift freilich nur ab Nr. 100), Register der Zeitschriftenbeiträge, Neuerscheinungslisten, Veranstaltungshinweise und vieles mehr.


Der Alfred-Gesswein-Literaturpreis

Seit 1993 wird der Literaturpreis des PODIUM alle zwei Jahre durch eine Fachjury aus AutorInnen, GermanistInnen und LiteraturkritikerInnen vergeben, anfangs für eine bestimmte literarische Gattung (1993: Lyrik, 1995: Kurzprosa, 1997: Nonsenstexte, 1999: Kurzhörspiel, 2001: Kurzkrimi, 2003: Reiseliteratur), neuerdings für Texte zu einem ausgeschriebenen Thema (2005: Kampf, 2007: Fix und fertig).

Die bisherigen PreisträgerInnen des jeweils mit 2.000 Euro dotierten Literaturpreises stammen aus Österreich und Deutschland: Bettina Baláka und Serafettin Yildiz (1993); Bernhard Hatmansdorfer, Robert Treichler und Christian Stuhlpfarrer (1995); Richard Weihs (1997); Gundi Feyrer, Andreas Renoldner und Carl Gundolf (1999); Marie-Sophie Müller (2001); Christiane Neudecker und Rosemarie Poiarkov (2003), Gabriele Kögl (2005).


Das aktuelle Veranstaltungsangebot

Neben unterschiedlichsten Einzelveranstaltungen gibt es jährlich wiederkehrend die sogenannten Viertelslesungen in Niederösterreich (also im Wald-, Wein-, Most- und Industrieviertel) sowie die Hauptstadtlesung in St. Pölten, so gut wie immer in Kooperation mit ortsansässigen Einrichtungen wie: NÖ P.E.N.-Club, Literarische Gesellschaft St. Pölten, Literarische Gesellschaft Mödling, Verein Kunst und Kultur Eichgraben, Blau-gelbe Galerie Zwettl, Sommergalerie Unterretzbach, Galerie Kunstraum Arcade etc.
Ebenfalls regelmäßig finden natürlich Präsentationen der neuerschienenen PODIUM-Hefte und der Bücher statt, in der Regel im Wiener Literaturhaus, im Literarischen Quartier der Alten Schmiede, in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur oder im "Salon".

Fixe Einrichtungen sind weiters die Verleihung des Alfred-Gesswein-Preises und die 2006 ins Leben gerufene Reihe Die nächste Generation - PODIUM stellt vor im Tiempo (Buchhandlung - Café - Bar) in der Wiener City: Ältere PODIUM-Mitglieder präsentieren junge oder neue Autorinnen und Autoren, etwa: Rosemarie Poiarkov, Zivorad Mitrasinovic, Silvia Pistotnig, Ingrid Maria Lang, Christian Teissl, Esther Strauß, Georg Elterlein, Cornelia Travnicek …
Die größte PODIUM-Veranstaltung ist derzeit die jeweils unter einem anderen Thema stehende Sommerlesereihe im Café Prückel in Wien, von 1993 bis 2002 von Claudia Erdheim organisiert und seither in der Verantwortung von Christa Nebenführ. Sie findet also 2007 zum fünfzehnten Mal statt, das Thema, zu dem an ca. sechs Abenden gelesen und abschließend mit prominenten Podiumgästen diskutiert wird, ist diesmal - ERFOLG.


Schlusszitat

"Szabo und seinen Mitarbeitern ging es in erster Linie um die Literatur, um ihre Verbreitung und um das Verständnis für diese. Viele von uns vernachlässigten ihre eigenen Arbeiten, ließen eher Kollegen zu Wort kommen, wenn sie selbst etwas organisierten. Auch in dieser Hinsicht war uns Wilhelm Szabo ein Vorbild." - Und das gilt uneingeschränkt im vierten Jahrzehnt des PODIUM noch immer, es ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht - oder gewiss! - noch eine Reihe weiterer Namen von Kolleginnen und Kollegen, die wie Szabo für das PODIUM arbeiteten und uns gleichermaßen Vorbilder sind - beim Autor des obigen Zitats, Alois Vogel, angefangen …

Hannes Vyoral

Anmerkungen:

1. Niederösterreichisches Bildungs- und Heimatwerk, Arbeitsgemeinschaft Literatur

2. Alois Vogel: 25 Jahre Literaturkreis PODIUM, in: PODIUM Nr. 103/1996 - und alle weiteren nicht näher bezeichneten Zitate von Alois Vogel

3. Gründungsdaten nach Aufzeichnungen von Ilse Tielsch

4. Wilhelm Szabo in: PODIUM Nr. 1/1971

5. Kristina Pfoser im ORF/Ö1, 2001 - und alle weiteren nicht näher bezeichneten Zitate von Kristina Pfoser

6. Buchkultur Literaturkompass Nr. 1/Februar 2003

7. Format vom 2.4.2001, Buch der Woche

8. Thyla vom 2.10.2001



Alois Vogel: 25 Jahre Podium

Seit den fünfziger Jahren fand sich bei mir in der Wohnung und später bei Freunden, schließlich in der Kleinen Galerie, ein kleiner Kreis an Literatur, bildender Kunst und Musik interessierter Menschen zusammen. Es waren Menschen, die für die zeitnahen Strömungen offen waren, die sich für alles interessierten, was auf künstlerischem Gebiet sieben Jahre verboten, verschwiegen und als entartet bezeichnet worden war. Es lasen da u. a. Felix Braun, Gerald Bisinger, Gerhard Fritsch, Walter Buchebner, Hans Lebert, Alfred Gesswein, Theodor Sapper, Franz Kiessling, Milo Dor, Jeannie Ebner, Franz Richter und Herbert Zand, um nur einige zu nennen 1. ln diesem privaten Kreis las auch einmal Wilhelm Szabo. Es muß Ende der sechziger Jahre gewesen sein, als er mich ansprach und fragte, ob wir nicht gemeinsam eine Gruppe niederösterreichischer Autoren sammeln sollten, die nicht, wie viele der damals im Heimatwerk Vereinten, von der Vergangenheit, also dem NS-Regime, irgendwie belastet waren 2.

Szabo schwebte die Gründung einer literarischen Gruppe ähnlich jener ,,Gruppe 64" vor, die unter Oskar Matullas Führung die besten bildenden Künstler Niederösterreichs vereinen wollte 3. Er berief sich in jenem ersten im Spätherbst 1970 geführten Gespräch, das er mit mir über eine Gründung des PODIUM führte, ausdrücklich auf diese Künstlervereinigung, für die ich damals auch arbeitete, und die, nebenbei bemerkt, kein allzu langes Leben hatte. Szabo meinte, die Autoren, die in jenen Jahren bei mir gelesen hatten, könnten zum Teil für eine solche Gruppierung gewonnen werden.

Es war jene Zeit, in der die Spaltung des PEN stattfand, besser gesagt, in der einigen potenten Schriftstellern die Aufnahme in diesen, aus sicher nicht akzeptablen Gründen, verweigert wurde und die daraufhin die GAV gründeten. Ich wandte mich nach dem erwähnten Gespräch mit Szabo an meinen Freund Alfred Gesswein, mit dem ich viele Aktivitäten gemeinsam organisiert hatte 4, und wir zögerten erst sehr, obwohl wir in der Gründung einer solchen von Szabo vorgeschlagenen Plattform die Möglichkeit einer Vereinigung von Kollegen des PEN als auch der GAV, zumindest in diesem Fall auf niederösterreichischem Boden, sahen. Szabo, der erst kurz vorher aus dem nördlichen Waldviertel nach Wien gezogen war, hatte offensichtlich schon seine feste Vorstellung von einer solchen zu gründenden Gruppe, kannte aber in Wien nur wenige Kollegen persönlich. Es war daher verständlich, daß er uns zu einer Mitarbeit drängte. Schließlich entschlossen wir uns dazu, und im Jänner 1971 kam es zu einer Zusammenkunft der Gründungsmitglieder im Rathaus von Neulengbach. Es waren das: Wilhelm Szabo als Obmann, Gotthard Fellerer, Alfred Gesswein, Hans Heinz Hahnl, Albert Janetschek, Demeter Peyfuss, llse Tielsch und Alois Vogel. Wie die einzelnen Funktionen dieses Gremiums verteilt waren, ist mir nicht mehr gegenwärtig und schwankte im Laufe der nächsten Jahre auch oft, neue Autoren kamen rasch dazu. Der Vorstand, in den bald neue Aktivisten einrückten, hatte nicht nur neue Ideen, gute Literatur im Lande bekannt zu machen, sondern seine Mitglieder setzten auch diese Ideen mit ihrem persönlichen Einsatz durch.

Eines stand natürlich von Anfang an fest: PODIUM wurde als niederösterreichische Literaturvereinigung gegründet, wobei alle seine Gründungsmitglieder einen starken Niederösterreichbezug hatten. Hier möchte ich einen Absatz jenes Artikels Wilhelm Szabos zitieren, den er ,,Zur Gründung des Literaturkreises PODIUM" im 1. Heft der gleichnamigen Zeitschrift, die noch im April 1971 erschienen war, veröffentlichte:

,,Es wird nicht die Bedingung eines großen oder kleinen niederösterreichischen Abstammungsnachweises für die Mitarbeit in ,Podium' geben, nichts von jener engen und engstirnigen Interpretation des Begriffes des niederösterreichischen Schriftstellers, durch die eine vollzählige Erfassung des wesenhaft niederösterreichischen Dichtungsbestandes, des äußerlich oft schwer erkennbaren, sehr zum Schaden der geistigen Geltung des Landes, bisher verhindert wurde. Denn das spezifisch Niederösterreichische ist nicht allein das Ergebnis herkunftsmäßiger Konstellationen. Es ist zugleich eine Art innere Haltung, gekennzeichnet durch Aufgeschlossenheit und Urbanität. Wesenszüge, die der Niederösterreicher erwarb durch jahrhundertelanges Zusammenleben mit einer Weltstadt. Und es entspricht nur dieser oft festgestellten weltläufigen und toleranten Art Niederösterreichs, daß sich ,Podium' bei aller Verankerung in dem Raume, in dem es postiert ist, nicht in Regionalismus und föderalistischer Abgeschlossenheit gefallen wird. Vielmehr versteht ,Podium' sich als literarischer Katalysator und Kristallisationskern, gewillt, enge Kontakte nicht nur mit dem gesamtösterreichischen Literaturschaffen herzustellen, sondern darüber hinaus mit dem des übrigen deutschen Sprachraums und des fremdsprachigen Auslands."5

Schon aus diesem Zitat, aus der Grundsatzerklärung des Gründers des PODIUM, ist zu ersehen, daß diese Gruppierung von Autoren eine andere Zielsetzung hatte, als die der niederösterreichischen ARGE Literatur. Diese wurde damals, also vor 25 Jahren, noch zum Großteil von jenen Autoren bestimmt, die in den Jahren des 1000jährigen Reiches auch das Sagen hatten.

Schon das erste Symposion, das der Literaturkreis PODIUM veranstaltete, wurde - wohl zu Recht - von der Problematik der Stellung der Literatur in diesem Lande - geprägt. Der Titel des Treffens lautete: ,,Niederösterreich, literarisches Notstandsgebiet?" Und schon hier wurde es u. a. deutlich, daß Autoren, die bereits über die Grenzen Niederösterreichs, ja Österreichs bekannt waren, wie Hans Lebert, Albert Drach, Ilse Tielsch, Jeannie Ebner, um nur einige zu nennen, von den zuständigen Herren, die damals im Lande von einem regionalen Denken befangen waren, nicht zur Kenntnis genommen, ja förmlich als Unpersonen betrachtet wurden.

Eine sehr intensive Vorstellung der Podiumautoren mit Lesungen, Buchpräsentationen und mit der Herausgabe der Zeitschrift PODIUM setzte von Seiten des jungen Literaturkreises nun sofort ein.

Eine Zeitung schrieb dazu: ,,NÖ Literaten proben Aufstand. Neues ,Podium' gegen Heimatwerk 6." Und bereits in den ersten zehn Jahren lasen 585 Mal Podiumautoren in Wien, NÖ, OÖ, in der Steiermark und in Kärnten. Dazu kamen in diesem Zeitraum noch 335 Lesungen in Schulen 7! Für die frühen siebziger Jahre eine absolute Neuheit, ebenso wie die vom PODIUM durchgeführten Lesungen in Fußgängerpassagen, vor Buchhandlungen, in Gefängnissen und in Galerien.

Das 2. Symposion, 1972, stand unter dem Motto ,,Hat Literatur noch eine Chance?" Es fand, ebenso wie das 1., im Schloß Neulengbach statt - das ursprünglich als Gründungsort der Vereinigung fungierte. Das 3. in Krems stand unter dem Motto ,,Herr Österreicher und die Literatur" und das 4. in Wr. Neustadt befaßte sich mit einem alle deutschsprachigen Länder umfassenden Thema ,,Fünf Literaturen - eine Sprache?"8, wobei Gäste aus der Schweiz, Luxemburg und Deutschland zu Wort kamen. Viel Beachtung fand auch die vom Literaturkreis kreierte Ausstellung LlTERATUR OPTISCH. Sie zeigte Gedichte und Fotos in Plakatgröße, in Gegenüberstellungen, die verschiedene Themen den Menschen, die in unserer Zeit mehr denn je optisch orientiert sind, nahebrachten. Diese Ausstellung wurde in Wien, Wr. Neustadt, St. Pölten, Tulln, Amstetten, Neunkirchen, Mattersburg und Krems gezeigt, wobei sie auf jenen Plätzen, die am stärksten von Fußgängern frequentiert waren, am meisten beachtet wurden.

Zum ,,Tag der Lyrik" wurden ab 1971 tausende mehrseitige Lyrikflugblätter bei grimmiger Kälte auf den Straßen von Wien und anderen, vor allem niederösterreichischen, Städten verteilt, später an Schulen verschickt. Unvergessen sind sicher allen, die daran teilgenommen haben, auch die Feste mit den Bildhauern in Lindabrunn. Begleitet von der Kapelle Mally, Fleck und Freunde wurden im Steinbruch der Bildhauer Gedichte gelesen und bis in die Morgenstunden im Scheine eines riesigen Lagerfeuers getanzt und debattiert. Die Dokumentation GESPRÄCHE IM STEINBRUCH 9, Verlag Gottfried Grasl, zeugt von diesen Nächten.

Es gäbe noch so manche Aktion, die PODIUM in diesen frühen Jahren des Bestehens gesetzt hat, aufzuzählen. Viele Jahre fanden alle Monate Lesungen in der KLEINEN GALERIE 10, später in der GALERlE WIPLINGER statt. Die Dichte dieser Veranstaltungen war allerdings nur möglich, weil die Autoren auf ein Honorar verzichteten, nicht nur die weniger bekannten, sondern auch renommierte wie Drach, Busta, Krendlesberger, Fritsch, Henisch oder Doris Mühringer.

Ich möchte aber auch noch erinnern an die Symposien von 1978 mit dem Thema ,,Wie frei ist der Schriftsteller! 11 in Wr. Neustadt, mit Jeannie Ebner, Bernd Jentzsch, Ota Filip, Alfred Focke, Lutz Holzinger und lnge Meidinger-Geise als Vortragende, und jenes von 1979 in Korneuburg, das unter dem Motto ,,Literatur als Protest" stand und bei dem Friedrich Heer, Hilde Spiel, Hans Weigel, Michael Scharang und Marie-Therese Kerschbaumer diskutierten und Rolf Hochhut am 2. Tag einen wichtigen Vortrag über den Widerstand in einem totalitären Staat hielt. Nicht alle Symposien können hier angeführt werden. Es würde den Rahmen der Betrachtung sprengen.

Seit dem Jahr 1976 erschien die Reihe LYRIK AUS ÖSTERREICH im Verlag GRASL (in dem auch die Zeitschrift verlegt wurde und wird), zuerst von Alfred Gesswein und mir und später von mir allein herausgegeben, ab dem 51. Band von Franz Richter und Manfred Chobot und ab dem 60. schließlich allein von Chobot ediert. Schmerzhafte Einschnitte brachten die Todesfälle von Alfred Gesswein 1983 und Wilhelm Szabo 1986 in das Leben des Kreises. Damit fielen zwei sehr aktive Kräfte im Vorstand aus. Auch meine Übersiedlung nach Pulkau wirkte sich aus und machte schließlich eine Ablösung des alten Vorstandes notwendig.

1989 und 1990 wurde aber jeweils noch ein Symposion in Pulkau abgehalten. Beide Treffen beschäftigten sich mit den Literaturen unserer Nachbarvölker und den Rezeptionen des jeweils anderen Landes 12. Es sprachen und lasen dabei Autoren und Wissenschaftler aus der CSSR, der Bundesrepublik, Ungarn, Niederlande und beim zweiten Treffen aus ltalien, Polen und Slowenien. Die Frau Unterrichtsminister eröffnete letztere Veranstaltung.

Beide Veranstaltungen waren gut besucht, besser als viele in der Bundeshauptstadt, doch wurden bald Stimmen im Vorstand laut, die darauf drängten, die Symposien in Wien durchzuführen. Dazu kam es bis jetzt leider noch nicht. Einzig Begegnungen mit drei vom PODlUM eingeladenen tschechische Autoren 1990 und vier slowakischen Kollegen 1991 jeweils im Saal der Nö. Landesregierung in Wien, fanden statt, wo die Gäste vor zahlreichen Zuhörern lasen.

Mit dem Erreichen meines 70. Lebensjahres legte ich meine Funktionen nieder. Eine neue Generation übernahm 1992 die Leitung des Literaturkreises. Wir, die Angehörigen der Gründergeneration, haben mit viel selbstlosem Arbeitseinsatz jahrzehntelang ohne jede finanzielle Entschädigung für die Sache gearbeitet. Szabo und seinen Mitarbeitern ging es in erster Linie um die Literatur, um ihre Verbreitung und um das Verständnis für diese. Viele von uns vernachlässigten ihre eigenen Arbeiten, ließen eher Kollegen zu Wort kommen, wenn sie selbst etwas organisierten. Auch in dieser Hinsicht war uns Wilhelm Szabo ein Vorbild, das freilich von manchen, die nachfolgten, nicht mehr begriffen wurde.

Ich habe bei ähnlichen Anlässen wie den gegebenen immer nach vorwärts geblickt, geplant, immer daran gedacht, was noch zu machen sei und wie. Wenn ich heute als Alter, als einer der Gründer des Literaturkreises zurückblicke, so wünsche ich doch allen, die noch jünger und weniger lang in dem Kreis sind, daß sie nach vorne schauen und für die Zukunft zu wirken versuchen, nicht nur für sich, sondern für die Literatur, für ihre Rezeption.

ln diesem Sinne: Alles Gute für die Zukunft des PODIUM!


Anmerkungen

1 100 Abende, Eig, Vlg, Wien 1964, Vollständiges Verzeichnis der Vortragenden.

2 F. Wurm, F. Sacher, W. Sachs, J. Pfandler, H. Giebisch u. a.

3 Gruppe 64, hsg. v. O. Matulla und A. Voget, Vlg. J. Faber, Krems 1967.

4 Konfigurationen, Jahrbuch, Wien 1965-1972.

5 Podium Nr. 1, Vlg. G. Grasl, Baden 197l.

6 Express, Wien 2. lll, 197l, Volksstimme, Wien 3. llI. 1971. Oberösterreichische Nachrichten, Linz 13. lII. 1971. u. a.

7 Podium Nr. 39/40, mit Tätigkeitsbericht der ersten 10 Jahre.

8 Ebenda Nr. 17.

9 Gespräch im Steinbruch, hsg. v. M. Hietz und A. Vogel. Vlg. G. Grasl, Baden 1976.

10 Wiener Kunsthefte, Hsg. Gesellschaft der Kunstfreunde, Wien 1964-1969.

11 Podium Nr. 29.

12 Ebenda Nr. 75 und Nr. 91.

Podium Heft 103